Weiterbildung

Anerkennung durch ISAAT

International Society for Animal Assisted Therapy

Die Berufsbegleitende Weiterbildung Tiergestützte Pädagogik, Tiergestützte Therapie & Tiergestützte Fördermaßnahmen des Instituts für soziales Lernen mit Tieren ist 2008 als erstes Weiterbildungsinstitut in Europa durch die International Society for Animal Assisted Therapy (ISAAT) zertifiziert worden.

International Society for Animal Assited Therapy
Anerkennung durch ISAAT
 

ISAAT Accreditation Board

Dem Accreditation Board gehören die folgenden unabhängigen WissenschaftlerInnen an:

Prof. Dr. Lynette A. Hart, Dept. of Population Health, University of California at Davis, USA

Prof. emer. Ewald Isenbuegel, DVM, Dept. of Companion-, Zoo- and Wild Animals,University of Zurich and Zoo Zurich, CH

Prof. Mitsuaki Ohta, PhD and DVM, The Educational Research Center for Anthrozoology, Azabu University, Jp

Prof. Dr. Marie-José Enders-Slegers, Professor in Anthrozoology, Open University of The Netherlands, NL

Prof. Dr. James A. Serpell, Center for the Interaction of Animals and Society, University of Pennsylvania, USA

Prof. i.R. Dr. Erhard Olbrich, Pyschology Department, University of Erlangen, Germany

Prof. Dr. Kurt Kotrschal, Director Konrad Lorenz Research Station and University of Vienna, Austria

Die GutachterInnen hatten die Prüfungs- und Studienordnung des Instituts, die Zulassungs- und Durchführungsbedingungen der Weiterbildung, die Qualifikation der DozentInnen und vor allem die Inhalte des Curriculums zu überprüfen. Diese umfassen:

  • Theorien der Mensch-Tier-Beziehung
  • Methoden der pädagogischen und therapeutischen Arbeit mit Tieren
  • Beschreibungen und Erklärungen von körperlichen, sozialen und psychischen Effekten tiergestützter Interventionen
  • Methoden der Prozess- und Ergebnisevaluation
  • Ethik, Tierschutz und artgerechter Umgang mit Tieren
  • Ethologie von Haus- und Nutztieren
  • Theorien des Lernens und Praxis der Ausbildung von Tieren
  • Hygienestandards tiergestützter Interventionen mit dem Schwerpunkt der Prävention und des Risikomanagements
  • Organisation tiergestützter Arbeit durch Schaffung optimaler Voraussetzungen für Haltung und Durchführung tiergestützter Arbeit sowie die Behandlung ökonomischer, juristischer und versicherungsrechtlicher Themen

Ergänzend zur Erfüllung dieser Kriterien wurde von den GutachterInnen zum einen nach der Ausbildung zugrunde liegende Literatur ausgewählt: Das von Prof. Dr. Erhard Olbrich und Dr. Carola Otterstedt herausgegebene Buch „Menschen brauchen Tiere“ wurde als Grundlage für die Weiterbildung geschrieben und anerkannt. Hervorragend ergänzt wird es durch Sylvia Greiffenhagen und Oliver Buck-Werner „Tiere als Therapie“ sowie durch Aubrey Fine (ed.) „Handbook on Animal Assisted Therapy“ und eine Mehrzahl themenspezifischer Bücher. Überdies erhalten die AbsolventInnen im Laufe der Weiterbildung etwa 700 Seiten an Manuskripten, welche die konkreten Ausbildungsinhalte der DozentInnen wiedergeben. Zum zweiten wurde angeregt, die Ergebnisse der empirischen Hausarbeiten der AbsolventInnen vermehrt zu veröffentlichen. Die GutachterInnen erkannten an, dass mit der Gründung der Zeitschrift „Tiergestützte“, die der Förderverein vierteljährlich herausgibt, ein Medium geschaffen wurde, das kontinuierlich über theoretische und praktische Entwicklungen informiert. Auch die regelmäßigen Fortbildungen für AbsolventInnen des Instituts und die Zusammenarbeit mit der Heilpädagogischen Akademie für Erziehungshilfe und Lernförderung der Universität zu Köln in methodischen Fragen dienen der weitergehenden Information über die Fortentwicklung tiergestützter Intervention.

Die "Pionierarbeit" des Instituts für soziales Lernen mit Tieren wurde von den GutachterInnen übereinstimmend gewürdigt. ISAAT konnte dem Institut als erstem in Deutschland die Anerkennung seiner berufsbegleitenden Weiterbildung aussprechen. Sie betrifft Konzeption und Durchführung der interdisziplinären Weiterbildung, sowohl ihre theoretische Fundierung als auch ihre praktische Realisierung. Zugleich wurde die ständige Erweiterung durch Fortbildungen und Publikationen gewürdigt. Von den Mitarbeiterinnen des Instituts wurde die Anerkennung mit Stolz, aber vor allem mit Dankbarkeit aufgenommen. Sie motiviert und ermutigt zur kommenden Arbeit und zur Realisierung von neuen Ideen.