Mobile Tiergestützte Arbeit

Mobile Arbeit

Mobile tiergestützte Pädagogik und Tiergestützte Therapie

Die mobile Arbeit stellt den größten Arbeitsbereich in der Tiergestützten Pädagogik und Tiergestützten Therapie dar. Die Idee, Einrichtungen mit Tieren zu besuchen, hat sich daraus entwickelt, dass viele Institutionen gern Tiere anschaffen würden, jedoch aus organisatorischen Gründen davor zurückschrecken (z.B. Versorgung der Tiere an den Wochenenden und in den Ferien).

Wir bieten mit unserer Arbeit vielen Einrichtungen die Möglichkeit, nicht auf Tiere und deren positive Wirkung verzichten zu müssen. Viele Institutionen verfügen über ein so großes, interessantes Gelände, dass sich eine Arbeit mit Tieren gut verwirklichen ließe.

» Ablauf und Ziele der mobilen Arbeit

 

Tiergestützte Pädagogik im Landeszentrum für Blinde

Erfahrungsbericht aus dem Landesbildungszentrum für Blinde in Hannover

von Ulrike Krüger

Im Februar 2007 wurde am Landesbildungszentrum für Blinde in Hannover in der ´Förderschule Schwerpunkt Sehen (Blinde) und geistige Entwicklung´ die Arbeitsgemeinschaft ´Lernen mit Tieren´ in Zusammenarbeit mit dem Institut für soziales Lernen mit Tieren von Ingrid Stephan aus der Wedemark bei Hannover ins Leben gerufen. Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist es, hochgradig sehbehinderten, blinden und sehgeschädigten mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen einen Kontakt zu Tieren zu ermöglichen, diese in Alltagssituationen zu erleben, zu erkunden und zu versorgen und somit möglicherweise vorhandene Ängste durch neue Erfahrungen abbauen zu können, Vertrauen in eigene Fähigkeiten zu gewinnen und neue Handlungs- und Sozialkompetenzen zu entwickeln. In den vergangenen Jahren wurde immer deutlicher, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler aus dem o. g. Schulzweig aufgrund ihrer zum Teil sehr schweren Behinderungen auf keine oder nur sehr wenige Erfahrungen mit Tieren zurückgreifen können. Die AG ´Lernen mit Tieren´ findet einmal wöchentlich statt und umfasst einen zeitlichen Rahmen von 3 Stunden. Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen erhalten die Kinder und Jugendlichen im 14tägigen Rhythmus die Gelegenheit, mit den Tieren in Kontakt zu treten. Bei den Tierbesuchen werden Esel, Hühner, Kaninchen, Meerschweinchen, Ponys, Schafe und eine kleine blinde Retrieverhündin unterstützend in der pädagogischen Arbeit eingesetzt.
Ulrike Krüger ist pädagogische Mitarbeiterin in der Förderschule „Sehen (Blinde) und geistige Entwicklung“ am Landesbildungszentrum für Blinde in Hannover.